Special

Ich hasse Frankreich

Aus Morzine von André Château

Nichts, aber auch gar nichts ist mir hier bisher gelungen. Na ja, eine kleiner Text mit ein paar Zitaten von Gerry van Gerwen zur unsicheren Zukunft seines Milram-Teams. Aber sonst ist das hier für mich bisher eine einzige Pleite, um es offen und ehrlich zu sagen. Die Geschichte um Ullrich und Pévenage habe ich glatt verschlafen und auch bei Landis und Armstrong fehlt mir bisher der entscheidende Durchbruch.

Alles hier ist euphorisch. Meldungen, die sich um das Thema Doping drehen, sind nur Randnotizen. Die einzigen, die das hier wirklich interessiert, sind wir Deutschen. Alle anderen nehmen es kurz zur Kenntnis und gehen dann zur Tagesordnung über. Wie soll ich da etwas aufdecken? Selbst meine Ray-Ban hat mir bisher nicht geholfen.

Gestern hat mein Chef angerufen und nach ersten Erfolgen gefragt. Die WM sei ja jetzt so gut wie vorbei und er rechne in den kommenden Tagen unbedingt mit etwas Großem. Und dann noch diese unerträgliche Hitze hier, furchtbar!

Gerade trudelt hier per Email die Presse-Einladung vom Team Milram für den ersten Ruhetag ein. „Blaue Stunde Tour de France 2010“ nennen sie das, doch schwarze Stunde müsste es wahrheitsgemäß heißen.



Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr hasse ich das Ganze hier. Ich hasse blaue Stunden, ich hasse die Rennfahrer, ich hasse Frankreich, das Wetter, die Menschen, die Tour. Ich hasse einfach alles. Es ist zum Heulen!

Und ich hasse grüssen!
André

Vier Musketiere bei der Tour! 



Vom 3. bis 25. Juli werden wir nicht nur viele Bilder aus Frankreich sehen, sondern auch jede Menge über die Tour de France in den Zeitungen lesen. Doch wer sind die Männer, die sich auf den französischen Landstraßen schreibenderweise aufopfern, von Stadt zu Stadt reisen, um uns Leser mit frischen und spannenden Geschichten zu füttern? Vier von ihnen werden exklusiv und abwechselnd auf muax.de Tagebuch führen und uns ihre Eindrücke vom größten Radrennen der Welt schildern: André Cellule, Jo Logique, Manné Mepris und André Château. Alle vier berichten unter anderem für vier große deutsche Tageszeitungen, die an dieser Stelle nicht genannt werden möchten. Überhaupt ist das Ganze ein bisschen heikel und deswegen sind alle oben genannten Personen frei erfunden und eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig und nicht beabsichtigt.