Rudi Altig - der Rad-Weltmeister vom Nürburgring (SWR-Bericht)

Rudi Altig (1937 - 2016)




Wir kannten uns nicht besonders gut (er nannte mich meistens Jörg), doch die wenigen Stunden oder auch Tage, die wir miteinander verbrachten, waren geprägt von Heiterkeit und interessantem Austausch. Ich höre älteren Menschen immer gerne zu und Rudi Altig gehöhrte zu denen, den ich besonders gerne lauschte. Nun ist er nicht mehr unter uns und ich bin sehr traurig darüber.

Grand Prix ISD

Grand Prix ISD


Von Denis Trubetskoy - Mit dem Grand Prix ISD am Sonntag in Winnyzja ging auch die große Serie der ukrainischen internationalen Rennen zu Ende. Nicht alle, vor allem nicht die erfolgreiche Bliz-Merida Mannschaft aus Schweden (die heute endlich mal einen Platz in den Top 10 eingefahren hat - super Leistung!), waren mit der Organisation zufrieden. Die Tatsache, dass in der Ukraine trotz aller Probleme nun so viele Rennen stattfinden, ist trotzdem sehr bemerkenswert.

Das letzte Eintagesrennen mit einem flachen Profil und einer Distanz von gerade 153 Km wurde einzig und alleine von der kasachischen Mannschaft Astana City dominiert. Wer denkt, dass Astana Continental Team nach all den Skandalen verschwunden ist, irrt sich - Astana City ist im Prinzip das gleiche Projekt. Mit drei Fahrern in einer sechsköpfigen Spitzengruppe war es für die Kasachen überhaupt kein Problem, das Rennen für sich zu entscheiden - obwohl im Falle von Team Milram oder Stölting nicht so ganz klar wäre. Der gestrige Zweitplatzierte, Nurbolat Kulembetow, entschied das Rennen für sich. Sein Teamkollege Matwej Nikitib folgte auf dem dritten Rang.

Die Favoriten-Mannschaft aus Minsk konnte an die Erfolge der letzten Tage nicht anknüpfen. Der Grund: Das Team rund um den gestrigen Sieger Sergej Popok hat am Samstagabend zu sehr gefeiert und konnte heute kaum auf dem Rad sitzen. Minsk bleibt noch für zwei Tage in Winnyzja - mit fantastisch niedrigen Alkoholpreisen, die es hier gibt, können sie noch viele Erfolge feiern. Aber mal im Ernst: Minsk war eine der erfolgreichsten Teams in der Ukraine überhaupt und hat die kleine Feier natürlich vollstens verdient.

Grand Prix of Winnyzja 2016

Tour of Ukraine 2016 - 4. Etappe

Tour of Ukraine 2016 - Die Gesamtwertung vor der morgigen Etappe #spannungpur

Tour of Ukraine 2016 - Die Gesamtwertung vor der morgigen Etappe #spannungpur

Tour of Ukraine 2016 - 3. Etappe

Tour of Ukraine 2016 - 3. Etappe

Von Denis Trubetskoy - Aus den abendlichen 90 Km rund um "Butscha City" sollte eigentlich eine klassische "Sprintetappe" werden. Doch was heißt schon "klassisch" bei der ersten Auflage der Tour of Ukraine? Rund 20 Minuten vor der letzten Zieleinfahrt ist ein Auto genau an der Ziellinie liegen geblieben. Das Auto konnte gerade in letzter Sekunde repariert werden, das war allerdings bei weitem noch nicht der Schluss. Drei Kilometer vor dem Ziel hat sich das ganze Fahrerfeld verfahren - außer Oleksandr Schejdik aus der spanischen Kuota-Mannschaft, der schließlich mit einem Lächeln als Erster über die Ziellinie fuhr. Als Sieger fühlte er sich zu Recht nicht: Die Jury entschied schließlich, die Etappe zu neutralisieren und eine kurze Runde von fünf Kilometer zu fahren, auf der nur die Plätze vergeben wurden. Schejdiks Team fuhr aus Protest nicht mit, doch die Fahrer dürfen auch morgen am Start stehen.

Den anschließenden Sprint gewann erwartungsgemäß Sergej Popok vom Minsk Cycling Club. Der Weißrusse gilt ohnehin als bester Sprinter bei der Tour of Ukraine. Das kann er unter Umständen auch auf der morgigen Schlussetappe in Bila Zerkwa unter Beweis stellen, die vom Profil her auch eher flach ist. Wir sind sehr gespannt auf morgen und melden uns auf jeden Fall aus Bila Zerkwa zurück.

Tour of Ukraine 2016 - 3. Etappe

Tour of Ukraine 2016 - 2. Etappe (TTT)

Tour of Ukraine 2016 - 2. Etappe (TTT)



Von Denis Trubetskoy
- So wurde heute Morgen beim Mannschaftszeitfahren im Rahmen der Tour of Ukraine die Zeit gemessen. Die Jury hatte am Ziel zwar einen Rechner, der funktionierte allerdings nicht so richtig und zeigte nur die gesamte Zeit an. Das heißt konkret: Das erste Team, ISD-Jorbi, startete um 9:30 - und z.B. Minsk Cycling Club um 10:00. Die Zeit der weißrussischen Mannschaft wurde am Ende als 49:36 angezeigt, obwohl das Ergebnis in Wirklichkeit 19:36 war. Und so musste die Jury bei vielen Teams selbst das Endergebnis rechnen. Das klappte nicht immer optimal: Lange hat ein Team aus Weißrussland "geführt", das in der Tat eine Minute mehr gebraucht hat. Das Wesentliche hat sich jedoch nicht verändert: Kolss-BDC gewann das Zeitfahren mit einem großen Vorsprung - und erhöhte mal wieder die Chancen des Gesamtführenden Sergej Lagkuti, die Gesamtwertung zu gewinnen.

Heute Abend findet in Butscha City (zwar nur 28 000 Einwohner, doch im Roadbook steht tatsächlich Butscha City) eine weitere Etappe - flache 90 Kilometer, die trotzdem spannend werden könnte. Denn den besten Sprinter im Feld hat nicht Kolss-BDC, sondern die weißrussische Mannschaft Minsk Cycling Club.

Tour of Ukraine 2016 - 1. Etappe




Von Denis Trubetskoy - Sergej Lagkuti (Kolss-BDC) hat die erste Etappe der 1. Tour of Ukraine auf dem so genannten "Olympiakurs" rund um den Kiewer Vorort Tschabany gewonnen. Der Ukrainer, der von der Halbinsel Krim kommt, löste sich eindrucksvoll aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe heraus. Lagkuti und sein übermächtiges Team können nun mit Optimismus auf das morgige Einzelzeitfahren schauen, doch die von Astana City angeführte Konkurrenz schläft auch nicht.

Tour of Ukraine 2016


EXKLUSIV bei Muax (das haben nicht mal die Erfinder der Exklusivität - Radsport-news.com)!
Tour of Ukraine 2016!!!

Von Denis Trubetskoy - Morgen beginnt in Kiew die kleine Schwester der Tour de France, die schon jetzt legendäre erste Auflage der Tour of Ukraine. Der erste Blick auf die Strecke der morgigen Auftatketappe erinnert zu Recht an Paris - Roubaix oder an Strade Bianchi. Wir dürfen alle auf die spannenden vier Etappen gespannt sein.

John's Tourtagebuch #22

20140727 degeHallo Fans!

Mannomann, jetzt ist sie Geschichte, die 101. Tour de France. Und sie endet für uns standesgemäß mit einem riesen Bähm! Wahnsinn! Vier Etappensiege (von Marcel), zwei zweite Plätze (von mir), einen Tag im Gelben Trikot (auch von Marcel) und die Rote Laterne (von unserem Chinesen) sind ja wohl eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. 



Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle an den Lotto-Zug richten. Das war Maßarbeit, Jungs. Ich bin sicher, wenn bei der Tour 18 Fahrer pro Team erlaubt wären, dürftet Ihr alle für uns fahren. Aber macht Ihr ja auch so schon perfekt.

Die Etappe heute war auch ganz nach meinem Geschmack. Erst stundenlang bummeln und dann im Finale Vollgas. Und wer schon einmal dieses Finale in Paris erlebt hat weiß, dass man ganz schnell die Qualen der 20 tage zuvor vergisst.

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John's Tourtagebuch #21

20140725 degeHallo Fans!

Hat jemand meine DEGE-Mütze gesehen? Die hat sich bestimmt der Greipel heute Morgen beim gemeinsamen Foto geschnappt. Der schaut da schon seit Tagen ständig drauf!

Mannomann, schon wieder nur Zweiter! Also langsam gehen mir die zweiten Plätze in diesem Jahr mächtig auf den Keks. Bekanntlich ist ja der Zweite der erste Verlierer, auch wenn ich mir einmal mehr nichts vorzuwerfen habe. Schuld sind eindeutig die Anderen.

Ich wusste ganz genau, wie anspruchsvoll das Finale von heute, gerade bei dem Wetter, werden würde. Und es war auch mit Stürzen zu rechnen. Und da man nie genau voraussagen kann, welche Position die richtige ist, um unbeschadet da raus zu kommen, habe ich meine mentale Stärke eingesetzt. Das mache ich manchmal in solchen Situationen.

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John's Tourtagebuch #20

20140724 degeHallo Fans!

Mannomann, so langsam weiß ich gar nicht mehr, was ich noch denken soll. Vor allem, wenn so wie heute im Grunde überhaupt nichts Spannendes passiert – also bei uns hinten im Gruppetto. Nach 18 Etappen ist man da echt ein bisschen leer und das einzige, was einen noch bei der Stange hält, ist der Gedanke an die Champs Èlysées.

Jedenfalls werde ich öfter gefragt, ob ich glaube, dass dieser Italiener vorne im Gelben Trikot sauber fährt? Wie heißt der gleich nochmal? Ah genau, Pigalli! Das kann ich mir immer ganz gut merken, wegen Paris!

Auf jeden Fall ist das schwer zu beurteilen. Klar fährt an manchen Stellen immer noch der Zweifel mit. Ich habe eben mal ins Klassement geschaut und der führt nach 3260 km mit rund sieben Minuten vor einem Franzosen. Finde ich jetzt auch nicht sooo unmenschlich.

Neulich vor der Tour, habe ich mit Frauke* eine kleine Radtour gemacht und war ganze 28 Minuten vor ihr Zuhause – an einem einzigen Tag! Immerhin spricht sie ja auch ganz gut Französisch. So gesehen spricht das ja eher für diesen Italiener.

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John's Tourtagebuch #19

Hallo Fans!

Mannomann, heute war mal wieder ein einziges Auf und Ab. Auch wenn es „nur“ 124,5 Kilometer waren, war an Ruhe nicht zu denken. Das fing schon damit an, dass dieser Spanier, der um das Bergtrikot kämpft, heute die Gruppe verpennt hat. Und selbst, wenn er sie nicht verpennt hätte, wäre wohl dieser Pole, der es hat, der Gruppe hinterher gerast.

Na ja, jedenfalls wurde von Anfang an mächtig am Horn gezogen und das fand ich gar nicht gut. Eine Zeit lang dachte ich sogar darüber nach, nach vorne zu fahren und denen mal richtig die Meinung zu geigen, aber Marcel hat mich davon abgehalten mit dem sehr überzeugenden Argument, dass die wohl sowieso kein Deutsch verstehen.

Na ja, morgen ist die letzte Bergetappe und dann hat zumindest dieses Balzverhalten der Favoriten da vorne endlich ein Ende. Wenn ich Veranstalter wäre, würde ich sowieso viel mehr Etappen vom Schlag John-Degelgem einbauen.

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John's Tourtagebuch #18

Hallo Fans!

Mannomann, DEGE-Hut-Blues - was für ein Quatsch. Ich habe ja gestern wieder gedacht, ich sehe bzw. höre nicht richtig. Da kann ich ja froh sein, dass gestern der letzte Ruhetag war, damit der Muax auch nicht auf die Idee kommt, noch einmal zu singen. Am liebsten würde ich ihm ja Bruce Willis vorbei schicken. Dann könnte der seinen blöden Hut aber Stück für Stück aufessen. Obwohl, wenn der dem auch noch etwas vorsingt, geht bestimmt selbst Bruce laufen.

Als hätte ich hier nicht schon genug zu tun, werde ich nach solchen Nummern auch noch regelmäßig im Peloton darauf angesprochen. Da hilft es nichts, dass ich mir auf Fraukes* Rat hin vorgenommen hatte, das komplett zu ignorieren. Ganz im Gegenteil. Alle grinsen sich einen zurecht und machen ihre Bemerkungen und Du weißt am Ende gar nicht, wovon sie reden - Wahnsinn.

Na ja, trotz allem habe ich mich insgesamt – inklusive Tagebuch – bei der diesjährigen Tour weniger aufgeregt als etwa Thomas Voeckler. Was ich die letzten Tage so alles gehört habe, worüber der sich aufregt - da bräuchte es wohl mindestens 15 Tagebücher, damit ich auf sein Level komme.

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John's Tourtagebuch #16

Hallo Fans!

Mannomann, das war heute ein hartes Stück Arbeit. Auch wenn das Feld rund um das Gelbe Trikot heute nicht ganz so doll am Horn gezogen hat, musste ich schon den ganzen Tag über mächtig strampeln. Rauf und runter, links und rechts, da kann einem fast schwindelig werden, Wahnsinn!

Jedenfalls hatte ich während der Etappe auch ein bisschen Zeit, mir ein paar Gedanken zu machen. Zwar haben wir Deutschen bei der Tour schon fünf Etappen gewonnen - plus meinem zweiten Platz - doch wenn man sich das Gesamtklassement einmal genauer anschaut, sieht man schnell, dass Tony Martin als bester Deutscher lediglich auf Platz 37 liegt mit einem Rückstand von mehr als einer Stunde.

Die Franzosen dagegen haben gleich vier Leute in den Top Ten, wenn auch weit hinter diesem Italiener, aber immerhin, Top Ten. Da fängt man natürlich an, sich Fragen zu stellen, und so bin ich nach längerem Nachdenken endlich dahinter gekommen, woran das liegen könnte. Die Lösung liegt meiner Meinung nach in der TV-Übertragung.

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John's Tourtagebuch #15

Hallo Fans!

Mannomann, gestern nach der Etappe war ich so angepisst durch die Welle von diesem Italiener, dass ich vor Wut keinen klaren Gedanken fassen konnte. Ich nehme an, das hat auch der Muax gemerkt und deswegen nichts Verwertbares empfangen können. Na ja, so musste ich mich wenigstens nicht noch zusätzlich über das Tagebuch aufregen. Hat ja manchmal auch was Gutes, wenn einer eine Welle macht!

Apropos Gutes, ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ab sofort könnt ihr meine DEGE-Mütze für 20,- EUR im Onlineshop von Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt kaufen. Das ist zwar 12,50 EUR mehr als ihr für eine PANZERWAGEN-Mütze berappen müsst, dafür werdet ihr aber auch nicht gleich von den Franzosen festgenommen, wenn ihr mit meiner Mütze in Frankreich einmarschiert, äh, einreist.

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John's Tourtagebuch #14

Hallo Fans!

Mannomann und Wahnsinn zugleich! Der Maximus ist wieder da! Wäre wieder da, wenn da nicht schon wieder diese Lottos wären. Die haben wohl Spaß daran gefunden uns zu ärgern. Aber ich freue mich auch so sehr, also für mich. Ziemlich verworren, was? Ich versuche mal meine Gefühle zu sortieren.

Uuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh! So, sortiert. Was für eine Etappe. Der Ruhetag gestern hat mir echt gut getan. So lange jedenfalls, bis gestern Abend wieder so ein bescheuertes Muax-Video aufgetaucht ist. „Der Maximus hat Ruhetag “. Sehr witzig, dachte ich zuerst. Ich war schon kurz davor, den Muax anzurufen, um ihm einmal richtig meine Meinung zu geigen, da sagte Marcel Kittel, er hätte das gerade mal gegoogelt und Maximus hieße auf Lateinisch „der Größte“.

Huch, dachte ich und habe es mir natürlich gleich noch einmal angeschaut. Da bekam das sofort eine ganz andere Bedeutung. Der Größte, mit dem Gedanken bin ich gestern Abend auch eingeschlafen.

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John's Tourtagebuch #13

Hallo Fans!

Mannomann, was für eine Etappe heute. Und das an einem Tag, an dem normalerweise Ruhetag sein sollte. Schließlich hat sich mein Körper schon im letzten Jahr an diesen Rhythmus gewöhnt und ich merke, dass das bei mir immer noch voll drinsteckt: Montag Ruhetag!

Na ja, der 14. Juli, französischer Nationalfeiertag, hat uns halt einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, und geruht wird erst morgen. Aber muss man dann auch noch so eine schwere Etappe einbauen? Leute, ich sage Euch, es gibt Tage, da würde man sich auch als Tourstarter die Etappe lieber vor dem Ferhseher anschauen.

Das sind die Tage, an denen mir auch die Zuschauer an der Strecke ein bisschen auf den Sack gehen. Stehen da rum, grillen Würstchen und schreien uns mit ihren dicken Bäuchen an. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, prinzipiell finde ich viele Zuschauer beim Rennen den absoluten Wahnsinn, aber heute eben nicht.

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John's Tourtagebuch #12

Hallo Fans!

Bähm, bähm, bähm und nochmal bähm!!! Tony, der PANZERWAGEN! Ach nein, der fährt ja gar nicht bei uns im Team, ups. Na ja, egal. Das ist der absolute Wahnsinn und ich freue mich riesig für Tony. Ich weiß zwar gerade noch nicht, in welchem Hotel er heute Abend ist, aber spätestens morgen früh beim Start bekommt er von mir persönlich eine DEGE-Mütze geschenkt, denn die hat er sich heute redlich verdient.

Aber jetzt nochmal zu gestern. Mannomann, hab ich mich über den Muax geärgert. Zunächst merkte ich im Lauf der Etappe, dass mein Po, also besser gesagt die Schmerzen im Maximus, deutlich nachgelassen haben. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe. Ich konnte die Etappe fast schon wieder ein bisschen genießen. Im Ziel angekommen, habe ich dann ununterbrochen und intensiv daran gedacht, bis circa 23 Uhr, damit er die frohe Botschaft auch deutlich empfängt und in die Welt hinausposaunt.

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John's Tourtagebuch #11

Hallo Fans!

Mannomann, heute habe ich gar nicht viel zu erzählen. Wenn man eine Etappe, auf der man sich etwas vorgenommen hat, so bestreiten muss wie ich heute, helfen auch die Aufmunterungen der Teamkollegen nicht viel. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie mir zumute war.

Die letzten 20 Kilometer waren unter diesen Umständen für mich mental die schwersten seit langem. Du fährst diese zwei Anstiege hoch, das Peloton schon weit voraus und Dein Kopf fängt an zu arbeiten. Wahnsinn! Du stellst Dir vor, wie Du mit den anderen hier hochfliegst, hochkonzentriert, hochmotiviert und voll am Anschlag. Doch dann holt Dich jede kleine Unebenheit auf der Straße in die Realität zurück und Du spürst den Schmerz, der zu Dir sagt: „DEGE, heute bin ich stärker!“

Monatelange Vorbereitung und Entbehrung in zwei Sekunden für den Allerwertesten. Ihr merkt sicher schon, heute kann ich der Tour nichts Witziges abgewinnen. Ich hab nicht einmal mehr Lust meine DEGE-Mütze zu tragen und das will echt was heißen. Aber es gibt so Tage. Da muss man eben durch.

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